Reha – Tag 3
Reha, Tag drei.
Und ein Besuch, der gutgetan hat. ❤️
Heute Morgen war ich müde, obwohl ich gut geschlafen hatte. Das Motomed auf Stufe drei lief gut, danach hatte ich Lymphtherapie und bekam richtig gute Tipps.
Trotzdem fühlte ich mich später angeschlagen: eine Kälte im Körper, trockener Mund, ein schmerzender Nacken. Nach dem Mittagessen wurde es zum Glück besser.
Und dann kam Tanja.
Wir hatten uns zuletzt vor vier Jahren live gesehen. Ein bisschen Sorge hatten wir wohl beide: Trägt unsere Freundschaft auch noch, wenn wir uns gegenübersitzen? Oder lebt sie inzwischen vor allem von unseren täglichen Sprachnachrichten?
Pustekuchen. Wir hatten so viel zu erzählen. Und wenn wir mal schwiegen, war auch das völlig in Ordnung. Die Zeit verging viel zu schnell. Es war einfach schön, zusammen zu sein.
Dabei musste ich an diesen Spruch denken: Freunde sind wie Sterne. Man sieht sie nicht immer, aber sie sind immer da.
Für uns stimmt das nur halb. Unsere Freundschaft ist nicht einfach von allein „immer da“. Wir kümmern uns um sie. Jeden Tag, mit Worten, die wir aneinander richten. Mit Zuhören, Nachfragen, Erzählen. Vielleicht ist genau das der Grund, warum sich vier Jahre Abstand heute gar nicht wie Abstand angefühlt haben.
Es ist egal, wo die andere sitzt, wenn man einander nicht aus dem Leben lässt. ❤️





