Zwischen Anspannung und etwas, das trägt
Heute war mein erstes Staging, seit die Metastasen bekannt sind.
Und ich will ehrlich sein: Ich bin mit einem mulmigen Gefühl in diesen Tag gestartet. Und muss nun ja auch noch eine Woche warten, bis es Ergebnisse für mich gibt.
Mittwoch gehen die Bilder durch das Tumorboard und werden mit den alten Aufnahmen verglichen. Und Donnerstag dann das Gespräch.
Aber, etwas ist heute passiert, womit ich so nicht gerechnet hatte.
Der Tag wurde nicht schwerer – sondern weicher.
Noch bevor es überhaupt losging, saß ich mit den Kolleginnen der onkologischen Pflegeberatung bei einem Kaffee. Wir haben geredet, gelacht, einfach einen Moment geteilt, der gut tat. So schlicht – und doch genau das, was ich gebraucht habe.
Mit dem Kontrastmittel in der Hand ging ich später auf meine Station, vorbei an meinem Büro. Und plötzlich war da wieder dieses Gefühl von Vertrautheit. Gespräche, kleine Begegnungen, ein Dazugehören, das ich vermisst habe.
Irgendwo dazwischen entstand auch ein erster Gedanke an ein „Wie könnte es weitergehen“. Noch ganz vorsichtig, noch nichts für jetzt – aber da ist etwas in mir, das wieder nach vorne schauen will. Denn nur zu Hause zu sein… das bin ich nicht.
Die Untersuchung selbst war unspektakulär. Viel Warten, ein bisschen Reaktion auf das iv Kontrastmittel danach – und jetzt liege ich hier auf meiner Wärmematte und spüre, wie mein Körper sich den Tag langsam zurückholt.
Was aber bleibt, ist dieses Gefühl von heute.
In meinem Büro lag ein Geschenk.
Von Angehörigen einer Patientin.
Ein Danke für meine Begleitung.
Und ich habe gemerkt, wie viel mir das bedeutet. Wie viel Kraft darin liegt, gesehen zu werden.
Und dann sind da noch diese richtig guten Blutwerte – am Ende der dritten Woche mit Kisqali. Auch das fühlt sich an wie ein leises Aufatmen.
Heute war kein einfacher Tag.
Aber ein guter.
Und vielleicht ist genau das gerade genug.