Und wieder eine Nacht, die keine war…

Und wieder eine Nacht, die keine war…

Die letzte Nacht war einfach nur grausam.
Eigentlich sollte man ja meinen, dass irgendwann irgendetwas endlich wirken muss. Aber nach wie vor wache ich zwischen 1 und 2 Uhr auf – als würde mein Körper einen stillen Wecker gestellt haben, der mich pünktlich mit Nervenschmerzen begrüßt.

Auch letzte Nacht.
Dabei habe ich zum ersten Mal Amineurin ausprobiert. Ich hatte so sehr gehofft, dass es mich wenigstens ein Stück weit auffängt. Aber bisher? Kein nennenswerter Effekt. Vielleicht braucht es Zeit. Vielleicht braucht ich Zeit. Aber Zeit ist gerade ein zähflüssiges, schweres Ding, das sich wie Kaugummi zieht.

Heute fühlt sich mein ganzer Körper erschöpft an. Alles tut weh.
Ich bin müde auf eine Art, die nicht mit Schlaf weggeht. Diese Müdigkeit sitzt in den Knochen, in den Nerven, im Kopf, im ganzen Sein. Es ist gerade einmal 15:00 Uhr, und ich habe schon das zweite Bedarfsmed genommen – weil es einfach nicht anders ging.

Ich weiß, ich muss lernen, mit meiner Energie besser zu haushalten. Aber das klappt nicht gut. Wenn es mir mal ein paar Stunden besser geht, reiße ich Bäume aus – voller Tatendrang, voller Sehnsucht danach, wieder ich selbst zu sein.
Und am nächsten Tag? Krieche ich gefühlt über den Boden und frage mich, warum ich mich nicht besser im Griff habe. Warum mein Körper mich so schnell und so heftig zurückpfeift.

Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen Hoffnung und Erschöpfung.
Zwischen “heute geht’s” und “morgen geht gar nichts”.

Aber ich schreibe es hier auf, weil es mir hilft, weil es Ventil ist, weil Worte manchmal stabiler sind als mein Körper. Vielleicht wird die nächste Nacht besser. Vielleicht wirkt irgendwann doch etwas. Vielleicht lerne ich Schritt für Schritt, wie ich mit all dem umgehen kann.

Heute aber… heute bin ich einfach nur müde.

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