Ein kleines Stück Hoffnung auf zwei winzigen Flügeln

Ein kleines Stück Hoffnung auf zwei winzigen Flügeln
Foto: KI

Heute ist ein Tag, der sich schwerer anfühlt.
Dieses beginnende Unwohlsein, die leichte Übelkeit hinter dem Brustbein, dieses ständige Räuspern –
alles kleine Zeichen dafür, dass mein Körper gerade sehr viel verarbeitet.
Es macht mich stiller, langsamer… verletzlicher.

Und genau in solchen Momenten passiert manchmal etwas, das man nicht erwartet.

Wir sitzen am Frühstückstisch, ich ein bisschen in mich zusammengesunken, weil der Körper sich heute nicht ganz richtig anfühlt.
Da landet plötzlich – ganz ruhig, ganz selbstverständlich – ein Rotkehlchen auf dem kleinen Tischchen neben uns.
In unserer Wohnung.

Es muss durchs offene Badfenster hereingeflattert sein, mein Mann hatte gelüftet,
und dann hat es sich, mutig wie ein kleiner Botschafter, den Weg nach oben gesucht.
Und für ein paar Atemzüge saß es einfach da.
Mitten in unserem Morgen, mitten in all dem, was gerade schwer ist.

Ich habe für einen Moment vergessen, dass mir übel war.
Dass es brannte hinter dem Brustbein.
Dass ich mich ständig räuspern musste.
Weil dieses winzige Wesen eine Art stille Magie mitbrachte.

Wir haben das Fenster geöffnet und es durfte in Ruhe wieder hinausfliegen.
Und trotzdem blieb etwas zurück:
Ein sanfter Gedanke, ein kleines Pulsieren von Trost.

Manchmal kommt Hoffnung auf leisen, federleichten Füßen.
Manchmal reicht ein Augenblick, um den Tag ein wenig heller zu machen.


Auch an Tagen, an denen der Körper laut klagt, findet manchmal ein kleines Rotkehlchen den Weg zu uns – und erinnert daran, dass die Welt noch Wunder in sich trägt.

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