Ein erster Strahl – und ein sehr müder Tag
Heute war sie also da:
meine erste Bestrahlung.
Eigentlich ist das etwas Großes.
Ein Moment, der markiert, dass die Behandlung jetzt wirklich begonnen hat.
Etwas, über das man viel sagen könnte.
Aber ich bin heute einfach zu müde, um all diese Gedanken zu sortieren oder in Worte zu kleiden. Vielleicht schaffe ich das morgen.
Alles ist neu. Neue Abläufe, neue Räume, neue Menschen.
Und ich bin hineingestolpert mit diesem Gefühl von: „Okay… dann jetzt los.“
Die Müdigkeit klebt heute an mir wie eine zweite Haut. Ich könnte mich hinlegen und den ganzen Tag verschlafen.
Zwischendurch trudeln die organisatorischen Dinge ein, die so typisch für diese Reise sind:
Die Krankenkasse hat die Fahrten nun auch schriftlich genehmigt, auch die Pink App wurde bewilligt – nur den Code haben sie nicht mitgeschickt. Also morgen noch einmal hinterher. Kleinkram, aber trotzdem ein weiterer Punkt auf der Liste, die nie ganz leer wird.
Und dann steht da die mögliche Studie im Raum. Gesprächstermin nächste Woche. Wieder etwas, das ich im Kopf ablege für „später“.
Heute war viel.
Und gleichzeitig war ich zu müde, um das „viel“ zu fühlen.
Vielleicht ist das auch okay.
Manchmal reicht es, einfach nur den ersten Schritt zu machen – der Rest darf warten, bis die Kraft wiederkommt.