Der Tag danach

Der Tag danach
der helle Streif des neuen Tages - das morgen...

Seit gestern Nachmittag bin ich deutlich müder als sonst. Keine dieser angenehmen „Ich-leg-mich-kurz-hin“-Müdigkeiten, sondern eher dieses tiefe Erschöpftsein, das sich langsam über alles legt. Die Nacht war dafür überraschend gut – ich habe komplett durchgeschlafen. Das passiert nicht oft und fühlt sich eigentlich wie ein kleines Geschenk an.

Heute allerdings geht es mir nicht wirklich gut. Mir ist kalt, obwohl es objektiv gar nicht kalt ist. Ich zittere, friere, bekomme einfach keine richtige Wärme in den Körper. Dieses innere Frösteln, das man kaum abschütteln kann, egal wie viele Schichten man anzieht oder wie fest man sich in eine Decke wickelt.

Ich fühle mich ausgelaugt, leer, als hätte jemand den Stecker gezogen. Die Muskulatur schmerzt, besonders in den Beinen. Die Oberschenkel tun an den Injektionsstellen weh – ein dumpfer, ziehender Schmerz, der mich bei jeder Bewegung daran erinnert, dass mein Körper gerade arbeitet. Oder kämpft. Oder verarbeitet. Wahrscheinlich alles zusammen.

Am Nachmittag habe ich dann fast vier Stunden geschlafen. Tief und fest. So ein Schlaf, aus dem man nur schwer wieder auftaucht – und der ganz klar zeigt, wie nötig diese Pause war. Essen hatte heute keine große Priorität. Nicht aus Absicht, sondern weil der Körper andere Dinge eingefordert hat.

Heute stand alles im Zeichen der Schonung. Dem Körper so viel Ruhe wie möglich zu gönnen, ihn nicht weiter zu fordern, sondern ihm den Raum zu lassen, den er gerade braucht. Morgen wird es hoffentlich wieder etwas besser sein. Heute darf es langsam sein. Still. Und genau so, wie es gerade ist. 🌿

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