Das war 2025…

Das war 2025…

Was war 2025?

Ich versuche, mich zu erinnern.
Und irgendwie fällt mir als Erstes natürlich ein, dass man endlich den Grund meiner Hüftschmerzen gefunden hat.
Ein halbes Jahr bin ich mit Schmerzen gelaufen – mal mehr, mal weniger. Ausgehalten, weitergemacht, gehofft, dass es irgendwann einfach wieder gut wird.

Das Ergebnis war niederschmetternd.
Knochenmetastasen.

So ein großes, langes Wort.
Ein Wort, das endgültig klingt.
Im ersten Moment gefährlich. Angst machend.

Angst vor der Sache an sich.
Angst vor dem, was noch kommt.
Angst davor, es vielleicht nicht wieder auf die Beine zu schaffen.

Diese Angst war da. Und sie durfte da sein.

Aber liegen bleiben konnte keine Option sein.
War es nie.

Also habe ich mich wieder hochgekämpft.
Nicht laut. Nicht heldenhaft.
Sondern Schritt für Schritt.
Und deshalb stelle ich mich der Therapie.

So endet 2025 für mich.
Die Krone sitzt wieder.
Noch ein wenig locker vielleicht – aber sie sitzt.


Was gab es noch in diesem Jahr?

Es gab einen wundervollen Urlaub in Belgien.
Ganz still und leise hat sich Belgien zu meinem Lieblingsreiseziel entwickelt.
Ohne großes Tamtam – aber mit ganz viel Gefühl.

Unser Kind hat den mittleren Schulabschluss mit einem guten Ergebnis geschafft und geht nun weiter aufs Gymnasium.
Viele Sorgen, die ich mir vorher gemacht habe, waren umsonst.
Kinder gehen ihren Weg.
Egal, wie alt sie sind – und egal, wie sehr wir manchmal zweifeln.

Ich hatte wundervolle Kontakte mit großartigen Menschen.
Menschen, die meinen Horizont erweitert haben – beruflich wie privat.
Begegnungen, Gespräche, ehrliche Nähe.

Ich habe mit dem Sticken ein neues Hobby für mich entdeckt.
Weil das Laufen irgendwann nicht mehr ging, musste etwas anderes her.
Etwas, das ich zu Hause machen kann.
Etwas Ruhiges. Erdendes.
Und ich habe gemerkt: Auch darin kann so viel Kraft liegen.

Ich habe Bücher gelesen.
Nicht viele – dafür fehlte oft die Energie.
Aber gute.
Bücher, die geblieben sind.

Das Jahr begann mit einem Kurzurlaub in Cuxhaven/Sahlenburg.
Meine alte Wirkungsstätte.
Dort habe ich zweieinhalb Jahre in der Klinik gearbeitet, bevor es mich nach Bremen zog.
Ein Ort voller Erinnerungen – leise, aber bedeutend.


Ich möchte Danke sagen.
Allen Menschen, die mich in diesem Jahr begleitet haben.
Die dafür gesorgt haben, dass ich lachen konnte.
Und ganz besonders denen, die mir im letzten Monat so nah waren.

Die mir einfach liebe Grüße geschickt haben.
Die mir gesagt haben, dass sie genauso erschüttert sind wie ich.
Die mir aber auch sagten:
„Du schaffst das.“

Die an mich geglaubt haben – in Momenten, in denen mir selbst genau das schwerfiel.


Im Moment fühle ich mich stabil.
Es geht mir besser.
Die Schmerzen werden weniger.
Die Runden mit dem Hund länger.

Ich schaue lachend und weinend auf 2025 zurück.

Und 2026?
Darauf freue ich mich.

Auf neue Abenteuer.
Auf neue Herausforderungen.
Darauf, mit meiner Erkrankung einen Einklang zu finden.

Und mein Ziel?

Im Frühjahr wandern gehen.
Das hatte ich mir vorgenommen – lange bevor ich wusste, was hinter den Schmerzen steckt.
Und nein: Das wird mich nicht hindern.

Mein Ziel steht.
Eine schöne Wanderung durch die Natur.
In einer angemessenen Strecke.
Mit Atempausen. Mit Staunen. Mit Leben.

Ich freue mich darauf. 🌿

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