Bewilligt
Es sind manchmal nur ein paar Zeilen auf einem Blatt Papier.
Schwarz auf weiß. Nüchtern formuliert. Fast unscheinbar.
Und doch können sie etwas in dir auslösen, das sich plötzlich ganz groß anfühlt.
Heute war so ein Moment.
„…bewilligen wir Ihnen eine stationäre Leistung zur medizinischen Rehabilitation…“
Drei Wochen.
Ein Ort.
Ein Termin, der noch kommt.
Und ich sitze hier, müde wie so oft in letzter Zeit –
aber gleichzeitig mit diesem leisen Gefühl von:
Es bewegt sich etwas.
Die letzten Wochen waren anstrengend.
Körperlich. Innerlich.
Immer wieder dieses balancieren zwischen „ich will“, „ich kann“ und "ich muss".
Zwischen kleinen guten Momenten und Tagen, die sich schwer anfühlen.
Wie ein kleines Fenster, das sich öffnet.
Ein Blick auf etwas, das noch möglich ist.
Ich werde die Reha erst im August antreten.
Nach dem nächsten Staging im Juli.
Also ist da noch Zeit.
Und früher hätte mich das vielleicht unruhig gemacht.
Dieses Warten. Dieses Dazwischen.
Aber heute fühlt es sich anders an.
Nicht wie ein Aufschub.
Sondern wie ein Weg, der sich langsam aufbaut.
Jetzt stabilisieren.
Dann schauen.
Und dann: losgehen.
Ich merke, wie wichtig es ist, wieder Vertrauen zu fassen.
In meinen Körper.
In meine Grenzen.
In die kleinen Schritte.
Nicht alles auf einmal.
Nicht höher, schneller, weiter.
Sondern:
ehrlich. langsam. passend.
Und vielleicht ist genau das das größte Geschenk heute:
Nicht die Reha an sich.
Sondern das Gefühl dahinter.
Dass es Möglichkeiten gibt.
Dass es Unterstützung gibt.
Dass mein Körper nicht nur Schmerz kann –
sondern auch anders.
Ich bin müde.
Aber ich bin auch ein kleines bisschen leichter.
Und irgendwo zwischen all dem
ist wieder ein Funken Hoffnung aufgetaucht.
Leise.
Aber da.