ambulante Reha – Teil 4

wow…an diesem Beitrag werde ich wohl schreiben, bis die Reha dann nun nach ihrer letzten Woche auch endet…

heute ist Dienstag…ich hatte mein Gespräch mit einer Psychologin…ich werde nicht all zu tief in das einsteigen worüber wir gesprochen haben…aber, wieder einmal ist es etwas klarer geworden…wieder einmal gab es Denkanstösse…und ich konnte mich einfach meiner Angst…meiner Probleme…und meinem Unmut stellen…es war vollkommen okay…

es ist erschreckend wenn auf einmal jemand von Traumata/ Psychotraumata spricht…von posttraumatischen Belastungsstörungen…von Hyperarousal…keine Sorge, ich wusste auch nicht was das heißt…
nun seh ich aber klarer…und es passt alles so perfekt zusammen…
gemauert aus Erkrankung…Angst…Hilflosigkeit…und einen Angriff auf das eigene Leben…
das Ganze hat sich mittlerweile in den letzten 5 Jahren so fest in mir verankert, das sich scheinbar auch mein Normalstresslevel deutlich nach oben verschoben hat…das könnten Gründe sein, warum ich nicht mehr zur Ruhe komme bzw. kam…warum nun am Ende einfach auch nichts mehr ging…es ist eine deutlich erhöhte Wachsamkeit in mir…eine Wachsamkeit, die auf jede Kleinigkeit achtet…eine Wachsamkeit, für die jeder noch so kleine Schmerz ein großes Ausmaß annehmen kann…
es wird ein Weg werden…aber, ich habe für mich beschlossen das ich ihn gehen werde…
die Erkrankung Brustkrebs hat einen großen Raum in mir…dem gilt es sich entgegen zu stellen…ihm Stück für Stück wieder von dieser Macht zu nehmen…mein Ziel ….

diese Worte habe ich letzte Woche Dienstag geschrieben…nun ist es eine Woche weiter, Mittwoch…mein Reha ging gestern zu Ende…
und, es war die beste Entscheidung diese Reha anzutreten…es war genau richtig den orthopädischen Weg zu gehen und nicht den onkologischen…
ich konnte in diesen vier Wochen ganz viel für mich machen…in mich gehen…mich ablenken…entspannen…auspowern…
Anspannung – Entspannung…in genau dem richtigen Maß…

gestern war das ärztliche Abschlussgespräch….und es war sehr gut…ich fühlte mich wahrgenommen…ich fühlte mich bestätigt…das eine ist es, wenn du deine Schwachstellen kennst…etwas anderes aber, wenn andere ihren Finger genau da rein drücken wo es weh tut…ein ärztliches Gespräch auf Augenhöhe…das ist es was ich mag…
ich habe eine Menge lernen können – nun liegt es an mir zu gucken, was ich davon im Alltag umsetzen kann…was ich weiter machen möchte…und in welcher Intensität…und vor allem, alles ohne das es in Stress ausartet…
eine Sache habe ich bereits nach zwei Wochen Reha umgesetzt…ich habe angefangen mich zu distanzieren…meine Grenzen zu ziehen…und für manche dort sogar eine Mauer aufzustellen…ich muss mich schützen…ich muss auf mich aufpassen…das ist es was zählt…
vor einigen Monaten ist mir schon aufgefallen das es mir nicht gut tut, wenn mich negativ denkende Menschen umgeben…sie ziehen mich runter…sie rauben mir Energie…

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